Polizei: 117
Rettungsdienst: 144
  • Die Stadt Zürich ist im Kampf gegen Jugendgewalt mit verschiedenen Massnahmen aktiv.
    Das Ziel der Kampagne «Fertig Puff!» war es, Zürich für die friedlichen Zürcherinnen und Zürcher zurückerobern. Um unseren territorialen Anspruch zu untermauern, wurden vom 30. September 2010 bis 15. Oktober 2010 diverse Amtshäuser, Schulen, öffentliche Plätze sowie alle Trams und Bus der VBZ mit «Fertig Puff!»-Fahnen beflaggt.
  • In ganz Zürich hingen Plakate, auf denen mutige Zürcherinnen und Zürcher für «Fertig Puff!» Flagge zeigen. Setzte auch du ein Zeichen gegen Jugendgewalt und unterstütze «Fertig Puff!» auf www.facebook.com/fertigpuff.
  • URSACHEN VON JUGENDGEWALT

    Jugendgewalt ist von Jugendlichen ausgeübte Gewalt gegen andere Menschen und/oder Sachen. Die Gewalt gegen Personen kann sowohl verbal als auch körperlich ausgeübt werden. Sie richtet sich gegen die körperliche, psychische und soziale Würde eines Menschen. Verschiedene Ursachen können zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen führen, wie etwa Alkohol, Drogen, gewaltverherrlichende Games, neue Medien oder Kult- und Machtdemonstration. Aber auch schwierige Lebensverhältnisse, soziale Benachteiligung und Ausgrenzung sind mögliche Ursachen. Vielfach spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Die Gewalt unter und von Jugendlichen läuft - auch in der Stadt Zürich - in verschiedenen Räumen und an verschiedenen Orten ab. Gewalt kann in der Freizeit, in der Schule und während der Ausbildung sowie innerhalb der Familie vorkommen.
  • GIBT ES HEUTE MEHR GEWALT ALS FRÜHER?

    Ob die Jugendgewalt in den letzten Jahren tatsächlich gestiegen ist oder nicht, kann aufgrund der unterschiedlichen Statistiken nicht abschliessend festgestellt werden. Fest steht: In Zürich werden jedes Wochenende bis zu fünf gewalttätige Auseinandersetzungen mit Jugendlichen verzeichnet. Gezählt werden allerdings nur diejenigen Fälle, bei denen es zu einer Anzeige kommt. Man geht aber von einer höheren Dunkelziffer aus. Die Anzeigen bei von Jugendlichen ausgeübten Gewalttätigkeiten haben zuletzt zugenommen. Darüber hinaus ist es in den letzten Jahren zu einer massiven Brutalisierung der Gewalt gekommen. Es wird verstärkt grundlos zugeschlagen. Liegt ein Opfer am Boden, wird dieses bis zur Bewusstlosigkeit mit Fusstritten weiter traktiert. Schwere Verletzungen werden von den Tätern (Täterinnen sind in der klaren Minderheit) in Kauf genommen.

    DIE MEISTEN JUGENDLICHEN SIND FRIEDLICH

    Jugendgewalt ist ein Phänomen, mit dem grosse Teile der Jugendlichen in der Stadt Zürich konfrontiert werden. Viele von ihnen haben bereits einmal persönlich Gewalt erfahren oder von Kolleginnen und Kollegen gehört, die Gewalt erlebt haben. Nur die wenigsten Jugendlichen – schätzungsweise 1 bis 2 Prozent – werden jedoch straffällig. Die grosse Mehrheit der Jugendlichen in der Stadt Zürich ist friedlich. Mit «Fertig Puff!» sollen vor allem auch diese Jugendlichen geschützt werden.
  • ERSTATTE ANZEIGE!

    Wenn du Opfer von Jugendgewalt wurdest, solltest du unbedingt eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Wenn du keine Anzeige machst, kann die Polizei nicht reagieren. Damit meint der Täter, legitimiert zu sein, weitere Gewalt auszuüben. Lass dich nicht durch Aussagen wie «Die Polizei findet die Täter eh nie!» oder «Selbst wenn du eine Anzeige machst passiert doch nichts!» beirren. Wenn du Opfer wurdest, wende dich an eine Opferhilfestelle oder an eine Vertrauensperson aus deinem eigenen Umfeld. Das können eine Kollegin oder ein Kollege, deine Eltern oder eine deiner Lehrpersonen sein. Wenn du es nicht bereits getan hast, kann dich die Vertrauensperson dabei unterstützen, die Tat bei der Polizei anzuzeigen.
  • GEHE WEITER IN DEN AUSGANG!

    Gehe weiterhin in den Ausgang und bleib nicht wegen Angstgefühlen zu Hause. Achte darauf, dass du dich im Ausgang vornehmlich in Gruppen und nicht allein aufhältst. Nutze wenn immer möglich gut ausgeleuchtete und breitere Strassen. Dunkle Seitenstrassen solltest du eher meiden.
  • LASS DICH NICHT PROVOZIEREN!

    Wirst du auf der Strasse oder im Ausgang angemacht oder angepöbelt, bleib ruhig. Lass dich nicht provozieren und provoziere deinerseits auch nicht. Wichtig ist, dass du im Fall einer Provokation weder stehen bleibst noch reagierst. Am besten läufst du wortlos weiter. Ebenso solltest du beleidigende Ausdrücke nicht persönlich nehmen, auch wenn es dir schwer fällt. Ein selbstsicheres Auftreten hilft dir dabei. Wird dir der Weg versperrt, verlange mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen, aber immer ruhig und höflich, Durchlass. Wende dabei keine Gewalt an. Achte darauf, dass du die aggressive Person nicht berührst, wegdrängst oder ihr gar einen «Schubs» gibst.

    SPIELE NICHT DIE HELDIN
    ODER DEN HELDEN!

    Spiele nicht die Heldin oder den Helden, wenn du mit einer tätlichen Auseinandersetzung oder einer Schlägerei konfrontiert wirst. Bist du direkt der physischen Gewalt ausgesetzt, versuche zu fliehen und schreie laut, um auf dich aufmerksam zu machen. Alarmiere umgehend die Polizei über die Notrufnummer 117. Versuche nicht, dem fliehenden Täter zu folgen. Wirkungsvoller ist es, wenn du dir folgende Anhaltspunkte merkst: Anzahl Täter; allenfalls Namen; besondere Merkmale wie Sprache, Grösse, Alter, Aussehen, Kleider; Fluchtweg; bei einer grösseren Gruppe den Haupttäter. Dank den Szenenkennern der Stadtpolizei ist die Chance, den oder die Täter zu finden, gross. Je besser die Anhaltspunkte, desto eher wird der Täter gefunden.
  • TASKFORCE JUGENDGEWALT

    Jugendgewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Der Stadtrat von Zürich hat im April 2008 ein Massnahmenpaket gegen Jugendgewalt verabschiedet und die Taskforce Jugendgewalt eingesetzt, mit folgenden Zielen:

    Gewalt von und unter Jugendlichen wird nicht toleriert. Konflikte sollen friedlich gelöst werden. Jugendliche sollen sich in der Stadt Zürich sicher fühlen.

    Die Taskforce Jugendgewalt hat verschiedene Projekte und Massnahmen gegen Jugendgewalt lanciert. Die Bekämpfung und Eindämmung der Jugendgewalt wird nicht eindimensional angegangen, das Zusammenspiel von Prävention, Konfliktbewältigung und Repression ist entscheidend. Mit ihren Massnahmen und Projekten markiert die Taskforce Jugendgewalt Präsenz und setzt den Jugendlichen Grenzen.

  • PRÄSENZ AUF DER GASSE

    Mit vermehrter Präsenz der Stadtpolizei und von «sip züri» an den «hot spots» des öffentlichen Raums sollen Konflikte möglichst frühzeitig verhindert und die Sicherheit der Bevölkerung erhöht werden. Die Patroullien von "sip züri"suchen Orte auf, an denen sich besonders viele Jugendliche aufhalten. Mit Gesprächen und Aufklärungsarbeit entschärft «sip züri» Konflikte, hält die Jugendlichen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit sich und der Umwelt an und vermittelt ihnen Hilfe in Krisensituationen. Eine weitere Massnahme zur Steigerung der Sicherheit im öffentlichen Raum ist die konsequente Gewahrsamnahme von Jugendlichen und Erwachsenen, die aufgrund ihres Zustands sich selbst oder andere gefährden.

    NIEDERSCHWELLIGES ANZEIGEVERFAHREN

    Um jugendliche Opfer bzw. ihre Eltern zu motivieren, Anzeige zu erstatten, gestaltet die Stadtpolizei das Anzeigeverfahren einfacher, direkter und niederschwelliger. Wenn mehr Anzeigen gemacht werden, kann die Polizei die Täter eher belangen. Die «StattGewalt Rundgänge» der Stadtpolizei fördern die Zivilcourage und die eigene Sicherheit. Die Taskforce Jugendgewalt unterstützt die Durchführung der Alkoholtestkäufe. Intensiviert wurde auch die Zusammenarbeit zwischen der Jugendanwaltschaft Stadt Zürich und der Stadtpolizei, mit dem Ziel, die Frist zwischen polizeilicher Einvernahme und dem Verfahren der Jugendanwaltschaft massiv zu verkürzen.
  • GUTE VERNETZUNG ALLER FACHSTELLEN DER STADT ZÜRICH

    In der Stadt Zürich sind die Fachstellen, die mit Jugendlichen und Jugendgewalt zu tun haben, sehr gut untereinander vernetzt. Alle für Erziehung, Bildung, Arbeit und Freizeitgestaltung verantwortlichen Personen zeigen eine klare Haltung und setzen geltende Regeln durch. Im schulischen Umfeld ist die Fachstelle für Gewaltprävention eine wichtige Anlaufstelle für Krisensituationen im Zusammenhang mit Gewalt an den Schulen. Sie führt unter anderem ein Konfliktlotsen-Modell an den Schulen durch.
    Im Herbst 2010 wird das Kommissariat Prävention der Stadtpolizei an Schulen spezielle Lektionen zur Kriminalprävention einführen. Verstärkt wird künftig auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen. Mit einem neu geplanten Dienstleistungsangebot für Vereine wird die Stadt Zürich ab Winter 2010 mit ihren Fachpersonen Vereine und Jugendorganisationen im Umgang mit Gewalt unterstützen.

Fahne Bestellen

Masse: 1500x1000
Preis: CHF 20.--

Fertig Puff! der Song zur Kampagne.
von Los Bandidos Minirock.

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